Schlagwort-Archive: Umwelt

Brennesseln: Bestimmt kein Unkraut

Die Brennessel ist Heilpflanze des Jahres 2022. (Foto: Simplicius, 2004, GNU/FDL )

(art) Brennesseln, so scheint es, wachsen überall und gelten vielen wegen ihrer unangenehmen Brennhaare als „Unkraut“, doch das sind sie sicher nicht. Der „Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V.“ (NHV Theophrastus) hat die Brennessel zur Heilpflanze des Jahres 2022 gekürt. Als Begründung nennt der Verein die extrem vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze. Brennesseln: Bestimmt kein Unkraut weiterlesen

Auftakt zu mehr Klimaschutz in der VG

(red/art) Wo steht die Verbandsgemeinde (VG) Montabaur beim Klimaschutz?  Welche Klimaschutzmaßnahmen wünschen sich die Einwohner im Bereich der VG vor Ort? Wie können sie den Klimaschutz mitgestalten? Diese Fragen und mögliche Antworten darauf stehen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur am Mittwoch, 27. April, 19 Uhr, im Haus Mons Tabor (Koblenzer Str. 2, 56410 Montabaur). Auftakt zu mehr Klimaschutz in der VG weiterlesen

Viele Anregungen zum Klimaschutz

Das Logo zum Klimaschutzkonzept des Westerwaldkreises.

(wiw/red) Zahlreiche Anregungen zum Thema Klimaschutz gaben die Teilnehmer der Online-Auftaktveranstaltung zum integrierten Klimaschutzkonzept des Westerwaldkreises. Mit der Erstellung des Konzeptes will der Westerwaldkreis die Ziele der Bundesregierung unterstützen und Maßnahmen entwickeln, mit denen der Klimaschutz in den Kommunen vor Ort umgesetzt werden kann. Mit einem neuen Klimaschutzlogo sollen die Klimaschutzaktivitäten des Westerwaldkreises sichtbarer gemacht werden. Viele Anregungen zum Klimaschutz weiterlesen

Gutachten: Nord Stream 2 gefährdet Klimaziele

Berlin (wiw) – Die Diskussion um die Gas-Pipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee hält an: Die in der vergangenen Woche vom Land Mecklenburg-Vorpommern beschlossene Klimastiftung lässt die öffentliche Kritik lauter werden, so die Naturschutzorganisation NABU. Gleichzeitig muss nach Angaben des NABU das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) über einen Antrag entscheiden, mit dem der Bau der Pipeline auch zur Vogelrastzeit in der deutschen Ostsee fertiggestellt werden kann. Die Naturschutzorganisation hat jetzt ein von ihre in Auftrag gegebenes Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vorgelegt. Es enttarne die Argumente der Pipeline-Befürworter: Nord Stream 2 sei energiewirtschaftlich unnötig und gefährdet geltende Klimaschutzziele, so der NABU.

Das Fazit des Gutachtens zeigt demnach: Es besteht weder kurz- noch langfristig eine Deckungslücke für Gas. Die bestehende Gas-Infrastruktur decke den aktuellen und zukünftigen Bedarf. Vielmehr drohten durch Nord Stream 2 gefährliche Lock-in-Effekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien verzögern können. „Das Gutachten enttarnt die rückwärtsgewandten Argumente der Pipeline-Befürworter und auch die Rechtfertigungsversuche der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern zur Gründung der Klimaschutzstiftung MV. Weder geht ohne fossile Energieträger das Licht aus, noch ist Gas eine klimafreundliche Brückentechnologie. Das Gegenteil ist der Fall. Durch die Methanemissionen bei Förderung, Transport und Nutzung ist Erdgas ein Klimakiller, genau wie Kohle. Wir müssen Nord Stream 2 stoppen“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

In Auftrag gegeben hatte der NABU das Gutachten, um der energiewirtschaftlichen Argumentation der Nord Stream 2 AG entgegenzutreten, die die Gaspipeline während der besonders sensiblen Zeit der Winterrast im Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht – Rönnebank weiterbauen will. Der entsprechende Antrag liegt beim BSH in Hamburg. „Nord Stream 2 konterkariert, ja missachtet deutsches Planungs- und Naturschutzrecht. Für den eiligen Weiterbau auf Kosten von Seetauchern und Meeresenten gibt es keine planungsrechtliche Legitimation“, so Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz.

Das DIW-Gutachten analysiert aktuelle Gasverbräuche in Deutschland und Europa, bewertet Zukunftsszenarien, Transit- und Speicherkapazitäten und setzt diese in Beziehung zu den jüngsten Klimaschutzzielen. Konkret heißt es in dem Papier: „Die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen 2015 sowie die 2020 damit im Einklang verschärften Klimaziele der Europäischen Union führen eindeutig dazu, dass keine fossile Infrastruktur – und damit auch keine Erdgasinfrastruktur mehr errichtet werden darf.“

Kernaussagen des Gutachtens:

  • Die Nachfrage nach Erdgas in Europa ist bereits seit 15 Jahren stabil bzw. leicht rückläufig.
  • Die bestehende Gas-Infrastruktur ist für den heutigen und zukünftigen Bedarf vollkommen ausreichend, die Nord Stream 2-Pipeline deshalb unnötig.
  • Mit fortschreitender Energiewende wird der Gasbedarf in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen, in Deutschland zwischen rund 70 Prozent und über 95 Prozent.
  • Nord Stream 2 gefährdet die Energiewende, denn jede neue Infrastruktur für Erdgas erhöht das Risiko des sogenannten fossilen Lock-Ins, das heißt es wird schwieriger, die Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Energieträgern zu verringern.
  • Erdgas ist aufgrund des darin enthaltenen klimaschädlichen Methans ungeeignet als Brückentechnologie.

Hintergrund:

Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 stützt sich für die deutsche Ostsee auf zwei Genehmigungen. Während der vom Bergamt Stralsund genehmigte Abschnitt durch die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns 2018 fertigstellt wurde, fehlen etwa 14 Kilometer in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ). Die verantwortliche Behörde ist hier das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Durch die angedrohten Sanktionen der US-Regierung standen die Bauarbeiten mehr als ein Jahr still. Im Dezember 2020 wurden 2,6 Kilometer in der deutschen AWZ fertiggestellt, aktuell laufen die Vorbereitungen der Bauarbeiten in dänischen Gewässern. Der zweite Änderungsantrag der Nord Stream 2 AG soll weitere Bauarbeiten trotz Kritik des NABU und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) auch in den Monaten Januar bis Mai ermöglichen, der Hauptzeit der Winterrast für hundertausende Meeresvögel im EU-Vogelschutzgebiet.

Mehr Infos gibt es hier.

Bilanz 2019: Weniger CO2-Emissionen bei Strom

DESSAU – 8. APRIL 2020 (wiw) Wie das Umweltbundesamt (UBA) erklärt geht in Deutschland der spezifische CO2-Emissionsfaktor im deutschen Strommix weiter nach unten. Das zeigen aktuelle Berechnungen des UBA bezogen auf das Jahr 2019. Vor allem mehr Strom aus Erneuerbaren Energien und weniger Strom aus Kohleverbrennung sowie die Preise im Emissionshandel trugen laut UBA dazu bei. Deutschland verkauft weiterhin mehr Strom ins Ausland als es importiert.

Deutschland emittierte 2017 durchschnittlich 485 Gramm Kohlendioxid als direkte Emission für die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom für den Endverbrauch. Das sind 279 Gramm pro Kilowattstunde oder 36 Prozent weniger als 1990. Für 2018 berechnete das UBA auf der Basis vorläufiger Daten 468 Gramm pro Kilowattstunde (-296 g/KWh, -38 % zu 1990). Hochgerechnete Werte für das Jahr 2019 ergaben 401 Gramm pro Kilowattstunde (-363 g/KWh, -47 % zu 1990). Bilanz 2019: Weniger CO2-Emissionen bei Strom weiterlesen

Hundehaufen bitte entsorgen

Herrchen und Frauchen sollten meine Hinterlassenschaften beseitigen und zu Hause entsorgen, meint Hektor.

Eigentlich sollte ich mir keine Gedanken machen, denn mir geht es gut und meine Herrschaften versorgen mich gut und passen auf, dass ich nicht überall hin sch…ße. Nicht nur meine Herrschaften sondern auch ich beobachte sehr viele Artgenossen, für die ich mich jedoch schäme, wenn sie einfach in Hofeinfahrten und überhaupt auf fremden Grundstücken ihr Geschäft verrichten.

Es ist mir schon bewusst, dass es an den Menschen liegt, die mit uns spazieren gehen. Diese Menschen müssen dafür sorgen, dass unsere Artgenossen eben nicht überall hin sch…ßen. Mir ist aufgefallen, dass in diesem Wochenblatt schon häufig auf diesen schmutzigen Zustand hingewiesen wurde. Auch darum schäme ich mich, denn immer wird nur auf uns geschimpft.

Ich habe gehört, dass der Bürgermeister eine hohe Ordnungswidrigkeitsstrafe (200,00 €) bei Verstößen einführen will. Von jedem meiner Artgenossen wird zunächst eine DNA-Probe genommen und in einer Datei gespeichert. Von dem Hundehaufen wird dann später eine Probe genommen und im Labor untersucht. So lässt sich feststellen, von welchem Hund der Haufen stammt. Dann kommen auf den Besitzer eine hohe Strafzahlung und die Kosten der Laborprobe zu. Oje, oje, das wird dann aber ganz schön teuer.

Liebe Artgenossen beißt euren Herrschaften in die Waden, wenn sie eure Haufen nicht wegmachen. Wenn ich es könnte, würde ich es selber machen. Euer „Hektor“.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister