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Rotwild lebensfähig erhalten

In der Gaststätte „Waldesruh“ trafen sich die Mitglieder der Rotwildhegegemeinschaft Montabaurer Höhe Süd, sowie Vertreter der Jagdgenossenschaft und der Ortsgemeinden zur diesjährigen Versammlung. Dabei ging es um Fragen des Rotwildmanagements im Bereich der Montabaurer Höhe.

Als ursprünglicher Bewohner der offenen und halboffenen Landschaften lebt das Rotwild in Deutschland gegenwärtig vorwiegend in großen geschlossenen Waldgebieten. Ein Jagdrevier deckt nur einen mehr oder weniger kleinen Teil des Aktionsradius von Kahlwild- oder Hirschrudeln ab. Ein auf Revierebene bezogenes Rotwildmanagement wird der großräumig lebenden, sozialen Tierart nicht gerecht. Daher sind Hegegemeinschaften die wesentlichen Einrichtungen eines modernen Rotwildmanagements.

Es besteht ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag das Rotwild artgerecht in lebensfähigen Populationen zu erhalten. Die langfristige Absicherung der Rotwildvorkommen in Deutschland basiert auf Verantwortung und Mithilfe der Grundeigentümer. Ohne diese kann es weder eine nachhaltige Sicherung der Lebensräume noch unserer Wildbestände geben. Eine enge Abstimmung mit weiteren Akteuren und deren Einbindung (z.B. Natur- und Artenschutz, Landschaftspflege, Raumplanung und Tourismus) ist wichtig zur Erreichung der Zielsetzung des Rotwildkonzeptes.

Die Inhalte und Aufgaben einer Rotwildhegegemeinschaft können wie folgt definiert werden:

  1. Abstimmung der Hegemaßnahmen in den einzelnen Jagdrevieren sowie die gemeinschaftliche Durchführung koordinierter Maßnahmen, welche den Lebensraum der Population sichern und fördern.
  2. Erarbeitung eines revierübergreifenden Rotwildkonzeptes sowie Berücksichtigung und Umsetzung wildbiologischer und ökologischer Erkenntnisse. Dieses beinhaltet Werkzeuge einer wildökologischen Raumplanung, wie bspw. die Einrichtung von Wildruhezonen, Äsungsverbesserung und ggf. ein abgestimmtes Fütterungskonzept. Hierzu zählen auch grenzübergreifende Kooperationen und die gemeinsame Planung jagdlicher Maßnahmen wie regionale Regelungen zu Jagdzeiten und Jagdstrategien sowie Vereinbarungen über die Wildfolge.
  3. Eine gemeinschaftliche Ermittlung des Wildbestandes und der Raumnutzung.
  4. Evtl. eine gemeinschaftliche Erhebungen von Wildschäden in Feld und Wald.
  5. Abstimmung der Abschusspläne (Erörterung der Abschussplanung auf einer Planungsebene und vorzugsweise Abschussfestsetzung durch die Kreisjagdbehörden), Erarbeitung sowie regelmäßige Aktualisierung und Anpassung der Zielbestandsgröße an die regionalen, sich wandelnden Landschaftsbedingungen, Kontrolle des Abschusses (ggf. körperlicher Nachweis allen erlegten Rotwildes).
  6. Erfassung und Auswertung der Strecke nach Anzahl, Alter und Geschlecht.
  7. Fachliche Zuarbeit zu den Landesjagdverbänden insbesondere zu den Themen Flurbereinigungsverfahren und bei Vorhaben, die die Lebensräume von Wildtieren betreffen (z.B. Raumordnungspläne, Biotopvernetzung, Wildquerungshilfen, ökologische Ausgleichsmaßnahmen).
  8. Förderung und Einhaltung der Belange des Arten- und Tierschutzes, des Natur- und Umweltschutzes.
  9. Ggf. Unterstützung wildbiologischer und jagdwissenschaftlicher Forschungsprojekte.
  10. Öffnung der Hegegemeinschaft für eine Diskussion mit anderen gesellschaftlichen Gruppen.

(Quelle: Deutscher Jagdverband e.V.)

Von den Jagdpächtern und den Jagdaufsehern werden Bejagungskonzepte erstellt, die mit der Jagdgenossenschaft, den Forstrevierleitern und den Waldeigentümern abgestimmt werden. Denn aufgrund der Neuaufforstungen wird dem Rotwild natürlich viel Äsung geliefert, was zu erheblichen Schäden für die Forstwirtschaft führen kann. In diesem Zusammenhang werden Rückegassen in den Kahlschlägen als Äsungsflächen für das Rotwild hergerichtet. Daneben gibt es für die Jäger eine Abschussverpflichtung, die von der Rotwildhegegemeinschaft in gemeinsamer Abstimmung festgelegt wurde.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister

Missbrauch von Notrufeinrichtungen

Der Hausalarm wurde mutwillig ohne Anlass ausgelöst.

Am Rosenmontag wurde der Hausalarm (Melder 2, EG Foyer) mutwillig (ohne Anlass) ausgelöst. In diesem Fall wurde ein Räumungsalarm ausgelöst. Da die Feuerwehr vor Ort war, konnte sofort festgestellt werden, dass die Auslösung mutwillig erfolgte. Der Alarm konnte zunächst notdürftig ausgeschaltet werden. Das System muss jedoch durch einen Brandschutz-Spezialisten erneut eingestellt werden. Hinzu kommt die Erneuerung der Schutzscheibe. Abgesehen davon, dass die Veranstaltung gestört wurde.

Der Verursacher weiß vermutlich nicht, auf welchem Pulverfass er sitzt. Denn der Akt fällt nicht unter „Dummheit“ sondern unter „Mutwilligkeit“ und ist strafbar gemäß § 145 StGB.

Auszug aus dem Strafgesetzbuch (StGB)

§ 145 Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln

(1) Wer absichtlich oder wissentlich

1. Notrufe oder Notzeichen missbraucht oder

2. vortäuscht, dass wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer absichtlich oder wissentlich

1. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Warn- oder Verbotszeichen beseitigt, unkenntlich macht oder in ihrem Sinn entstellt oder

2. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Schutzvorrichtungen oder die zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr bestimmten Rettungsgeräte oder anderen Sachen beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 303 oder § 304 mit Strafe bedroht ist.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister

Hundehaufen bitte entsorgen

Herrchen und Frauchen sollten meine Hinterlassenschaften beseitigen und zu Hause entsorgen, meint Hektor.

Eigentlich sollte ich mir keine Gedanken machen, denn mir geht es gut und meine Herrschaften versorgen mich gut und passen auf, dass ich nicht überall hin sch…ße. Nicht nur meine Herrschaften sondern auch ich beobachte sehr viele Artgenossen, für die ich mich jedoch schäme, wenn sie einfach in Hofeinfahrten und überhaupt auf fremden Grundstücken ihr Geschäft verrichten.

Es ist mir schon bewusst, dass es an den Menschen liegt, die mit uns spazieren gehen. Diese Menschen müssen dafür sorgen, dass unsere Artgenossen eben nicht überall hin sch…ßen. Mir ist aufgefallen, dass in diesem Wochenblatt schon häufig auf diesen schmutzigen Zustand hingewiesen wurde. Auch darum schäme ich mich, denn immer wird nur auf uns geschimpft.

Ich habe gehört, dass der Bürgermeister eine hohe Ordnungswidrigkeitsstrafe (200,00 €) bei Verstößen einführen will. Von jedem meiner Artgenossen wird zunächst eine DNA-Probe genommen und in einer Datei gespeichert. Von dem Hundehaufen wird dann später eine Probe genommen und im Labor untersucht. So lässt sich feststellen, von welchem Hund der Haufen stammt. Dann kommen auf den Besitzer eine hohe Strafzahlung und die Kosten der Laborprobe zu. Oje, oje, das wird dann aber ganz schön teuer.

Liebe Artgenossen beißt euren Herrschaften in die Waden, wenn sie eure Haufen nicht wegmachen. Wenn ich es könnte, würde ich es selber machen. Euer „Hektor“.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister