„Hannes“ feiert 60-jähriges Bestehen

Günter Stendebach (links) und Hubert Labonte am Eröffnungstag im Jahr 1954 vor dem Eingang zur Gaststätte. (Fotos: Privat)
Günter Stendebach (links) und Hubert Labonte am Eröffnungstag im Jahr 1954 vor dem Eingang zur Gaststätte. (Fotos: Privat)

Die Gaststätte „Zum Hannes“ besteht seit 60 Jahren an ihrem jetzigen Standort an der Ecke Bad Emser Straße/Neustraße. Für das Wirte-Ehepaar Thomas und Angelika Born Anlass, am Freitag, 14. November, ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der Gaststätte ein Jubiläumsfest zu feiern.

Auf den 24. Juni 1954 datiert die Eröffnung der Gaststätte „Zum Hannes“, die eigentlich eine „Wiedereröffnung“ war, denn die Gastwirtschaft hatte in der Familie Merz/Born schon eine viel längere Tradition. Bereits der Großvater von Thomas Born, Johann Alois Merz, sowie sein Urgroßvater  betrieben in dem unter dem Namen „Villa Rupp“ bekannten Mehrfamilienhaus in der Arzbacherstraße eine Kneipe.  Die genauen Anfänge sind nicht bekannt, doch die Rede ist von annähernd 100 Jahren gastronomischer Vergangenheit.

Margarethe Merz im Jahr 1930 vor dem Eingang zur früheren Gaststätte "Zur Linde".
Margarethe Merz im Jahr 1930 vor dem Eingang zur früheren Gaststätte „Zur Linde“. (Foto: Heimatbuch Welschneudorf)

In den Jahren vor 1954 war der „Hannes“, wie das Lokal heute landläufig genannt wird, auch Treffpunkt für politisch Interessierte, insbesondere aus der Arbeiterschaft. Kommunisten und Sozialdemokraten gaben sich dort ein Stelldichein. Hier fanden auch die Versammlungen des SV Welschneudorf statt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg firmierte die Gaststätte aber noch unter dem Titel „Zur Linde“. Kurz vor Kriegsausbruch musste die Familie Merz das Gasthaus jedoch schließen, und das Haus kam „unter den Hammer“.

Nach 1954 setzte sich beim „Hannes“ die Tradition einer Arbeiter- und Vereinsgaststätte fort, und noch heute treffen sich Mitglieder und Vorstand des Sportvereins, ebenso wie die Möhnen, in der traditionsreichen Kneipe.  Nach dem Tod von Johann Alois Merz führten dessen Frau Margarethe und später ihre Tochter Hanneliese die Gaststätte weiter.

Die langjährige Wirtin Hanneliese Born (rechts) versorgt die Kneipengäste.
Die langjährige Wirtin Hanneliese Born (rechts) versorgt die Kneipengäste.

Zwischen 1972 und 1984 gab es beim „Hannes“ auch eine sehr rege Jugendszene und es entstand eine der ersten freien Jugendgruppen im Westerwald, die im Keller des Gaststättengebäudes einen eigenen Jugendraum hatte.

Thomas Born und seine Frau haben den „Hannes“ zu einem modernen Gastronomiebetrieb umgestaltet und sich in den vergangenen Jahren vor allem durch ihr Angebot an Steak-Spezialitäten in der Region einen Namen gemacht.

Zum Jubiläumsfest sind alle Welschneudorfer Bürger und Vereine, aber auch Gäste aus der Region eingeladen. Alle offenen Getränke sowie Schaschlik, Gulasch und Hähnchen von der Speisekarte gibt es zum Jubiläumspreis.

 

 

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