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Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus weist Ortsbürgermeister Günther Perlick darauf hin, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung am 27. März einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regeln herausgegeben hat. Die Einhaltungen werden demnach polizeilich überwacht. Der Bußgeldkatalog beinhaltet folgende Angaben:

  • Die Missachtung von Mindestabständen: 100 Euro
  • Verstöße gegen Besuchsverbote und Versammlungen mit mehr als zwei Personen: 200 Euro
  • Missachtung von Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften: 1000 Euro
  • Geschäftsöffnung trotz Verbot: 2500 Euro
  • Schwerwiegende Verstöße: bis zu 25.000 Euro

Der Ortsbürgermeister bittet darum, die „maßregelnden Vorschriften zu beachten, da es anderenfalls recht teuer werden kann“. Leider habe man derzeit keine Wahl als sich „dem Diktat zu unterwerfen“. Darüber hinaus weist er auf mögliche finanzielle Folgen von Betriebsschließungen wie etwa in der Gastronomie oder Kleingewerbetreibenden hin, die von Insolvenz bedroht seien. „Als Ortsbürgermeister, der auch Sozialverantwortung hat, rate ich jedem, sich nicht zu verschulden bzw. wenn möglich, Schulden abzubauen oder gar zu beseitigen“, so  Perlick.

Vereinsring soll künftig Kirmes planen

Die Zeit wird knapp – das letzte Juni-Wochenende – unsere Kirchweih ist nicht mehr fern. Darum bitte ich alle Vereinsvorsitzenden und ihre Stellvertreter zum Planungstermin am 16. Januar 2020 um 19:00 Uhr in den Schankraum der Kurfürstenhalle.

Ich spreche alle Vereine, Vereinigungen und Verbände an:

  • Sportverein Welschneudorf
  • Tanz-Sport-Verein
  • Förderverein der FFW Welschneudorf
  • Tennisverein
  • Möhnen
  • Förderverein Keks
  • Eintracht Musica Viva
  • Lasst die Kirche im Dorf
  • VDK Ortsverband

An diesem Termin möchten wir die Voraussetzungen zur Gründung eines Vereinsrings schaffen. Als Berater haben wir Herrn Karl Jung, Ortsbürgermeister Oberelbert, eingeladen, da Herr Jung bereits einen Vereinsring gegründet hat.

Wenn unsere Kirmes sowie auch weitere Veranstaltungen in der Zukunft geplant, organisiert und durchgeführt werden sollen, dann brauchen wir viele Mitwirkende. Unser Ort hat so viele Einwohner, die sicherlich Interesse an gemeinsamen Aktivitäten haben. Nur wenn wir gemeinsam anpacken, sind wir stark!

Günther Perlick, Ortsbürgermeister

Nutzung der Sporthalle: Neue Bestimmungen

Es tut mir in der Seele weh, dass ich bereits zum Jahresbeginn – erstmalig in meiner Amtszeit – Sanktionen ankündigen muss. Sicherlich haben meine Vorgänger auf die Nutzungsbedingungen der Kurfürstenhalle einschließlich der Toiletten, Nebenräume und Küche hingewiesen. Die Sauberkeit spielt dabei eine erhebliche Rolle. Ich denke, dass jeder von uns gerade in fremden Räumlichkeiten besonders aufmerksam und rücksichtsvoll ist bzw. sein sollte!

Unser wunderschönes Gebäude – das kurtrierische Jagdzeughaus – wurde in jüngster Vergangenheit für ca. 1,2 Mio € saniert. Ich glaube nicht, dass meine Vorgänger dieses Geld (aller Einwohner, da Steuergeld) nur aus dem Fenster werfen wollten! Ich bitte alle Benutzer des Gemeinschaftsgebäudes, achtsam mit fremdem Gut umzugehen sowie auf absolute Sauberkeit zu achten. Auch dieser Aufruf wurde bereits in der Vergangenheit gegeben. Warum um alles in der Welt kann man nicht achtsam mit fremdem Eigentum umgehen? Wie sieht es mit der sogenannten „Kinderstube“ der Benutzer aus?

Unsere Vereine dürfen das Gebäude kostenlos nutzen! Umso genauer sollte jeder Nutzer – vor allem jedoch die leitenden Personen – auf Sauberkeit und ggf. auf Zerstörungen achten.

Im Dezember wurde die Toilettentür der Behindertentoilette im Foyer eingetreten, sodass der Türrahmen komplett erneuert werden muss. Mittlerweile werden Getränke und Speisen in der Halle genutzt. Speisenreste und Ringe von Getränkeflaschen werden zurück gelassen. Sogar Kaugummis werden einfach in die Gegend gespuckt. Heute am 06. Januar 2020 habe ich persönlich frische Kaugummireste in der Halle gesehen, nachdem eine Sportgruppe die Halle verlassen hatte. Zu diesem Zeitpunkt spreche ich die Betroffenen noch nicht direkt an. Jedoch ab dem erscheinen dieses Artikels wird sanktioniert. Es wird künftig einen Hallenbelegungsplan geben. Die Halle sowie auch alle weiteren Räumlichkeiten dürfen nur noch nach Anmeldung bzw. Eintragung im Hallenbelegungsplan genutzt werden, sodass die jeweiligen Nutzer bekannt sein werden.

Folgende Sanktionen werden festgelegt:

  1. Bei Feststellung von Zuwiderhandlung gegen die Hallenbenutzungsbestimmungen wird bei der erstmaligen Zuwiderhandlung eine Ein-Monatige-Sperre der Hallennutzung erteilt.
  2. Bei wiederholter Zuwiderhandlung wird eine Zwei-Monatige-Sperre erteilt, die bis zur Jahressperre erhöht werden kann.
  3. Alternativ können den betroffenen Nutzern die Reinigungskosten in Höhe von 200 € berechnet werden.

Ich hoffe, dass niemand wegen der jetzt beginnenden Maßnahme beleidigt ist. Wenn seitens der Gemeindeverwaltung nicht durchgegriffen wird, verkommt unser Gemeinschaftseigentum. Ebenso leidet die Werterhaltung des Gebäudes.

An ALLE Nutzer: Achten Sie bitte auf Sauberkeit und vermeiden Sie Beschädigungen! Sollte Jemandem etwas passieren, so kann der Schaden gemeldet und behoben werden. Jeder hat eine Versicherung. Also wo ist da ein Problem?

Bitte helfen Sie mit unser schönes kurtrierisches Jagdzeughaus zu erhalten!

Günther Perlick, Ortsbürgermeister

Bedrückendes Bild bei Waldbegehung

Die Auswirkungen von Trockenheit und Käferbefall sowie die Konsequenzen für die künftige Waldbewirtschaftung im Welschneudorfer Forst standen im Mittelpunkt einer Waldbegehung, an der Ratsmitglieder und interessierte Einwohner teilnahmen. Förster Gebhard Klein erläuterte den Teilnehmern den derzeitigen Zustand unseres Forstes anhand etlicher Beispiele. Die bisher gerodeten Flächen im Wald bieten ein bedrückendes Bild. Festgestellt wurde, dass der Bestand an Fichten zu groß ist. Folglich gilt für die Zukunft eine geänderte bzw. an die Umwelt angepasste Forstwirtschaft.

Erforderlich ist ein aktives Handeln der Waldbesitzenden, um die vorhandenen Wälder zu stabilisieren, die Risiken zu begrenzen und die Wälder schrittweise so zu entwickeln, dass sie an das künftige Klima besser angepasst sind als die heutigen Bestände.

Mit Blick nach vorne ist vorgesehen bzw. wurde bereits mit der Einbringung von klimaresistenten Wirtschaftsbaumarten (kurz: KWB), sowohl Laub- als auch Nadelbäumen, begonnen. Der Flächenanteil der KWB soll in 40 bis 60 Jahren mindestens 70 Prozent der Aufforstungsfläche betragen.

Zum KWB Laubholz zählen: Traubeneiche, Stieleiche, Ungarische Eiche, Amerikanische Roteiche, Edelkastanie, Walnuss, Wildkirsche, Schwarznuss, Baumhasel, Elsbeere, Flaumeiche und Wildbirne.

Daneben werden folgende KWB Nadelhölzer zur Aufforstung vorgesehen: Douglasie, Weißtanne, Lärche, Große Küstentanne, Kiefer, Hemlocktanne, Zedern, Thuja und Mammutbäume.

Bereits mit Nadel- und Laubbäumen verjüngte Flächen werden je nach Standort auf den noch nicht bewaldeten Restflächen mit KBW Nadelbäumen und/oder Laubbäumen bepflanzt. Voraussichtlich werden zwischen 500 bis maximal 1000 Bäume je Hektar benötigt.

Die Waldsituation stellt für unseren Forstbetrieb, die privaten Waldbesitzenden und unseren Gemeindehaushalt eine enorme Herausforderung dar. Daher ist es auch erforderlich, dass sich alle Einwohner mit der Thematik des Welschneudorfer Forstes vertraut machen. Es werden künftig viele Entscheidungen auf uns zukommen, die nur gemeinsam getragen werden können. In Zukunft muss der Begriff „Sparsamkeit“ in unserer Gemeinde großgeschrieben werden. Dies bedeutet allerdings auch, dass jeder von uns aufgefordert ist „anzupacken“, „sich einzubringen“! Wenn wir alle Aufgaben gemeinsam angehen – natürlich Jeder wie er kann – so werden wir sie auch gemeinsam meistern.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister

Viele Infos beim Seminar über Ratsarbeit

Drei Tage Theorie über Grundlagen der kommunalen Ratsarbeit, Gemeinderatssitzungen – rechtssichere und effiziente Gestaltung – sowie der Gemeindehaushalt haben eine geballte Ladung an Informationen auf die Teilnehmer des Seminars der Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz niederprasseln lassen. Als Ortsbürgermeister von Welschneudorf hatte ich Gelegenheit, gemeinsam mit Ratsmitgliedern, Beigeordneten und Ortsbürgermeistern etlicher Gemeinden aus Rheinland-Pfalz an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Aus einer Ortsgemeinde in der Eifel war sogar der komplette Gemeinderat dabei.

Den Teilnehmern war schnell klar, dass wirklich jedes Ratsmitglied an derartigen Schulungen teilnehmen sollte.  Oftmals sind Inhalte und Umfang der Arbeit eines Rates sowie auch des Ortsbürgermeisters nicht bekannt. Unter anderem, wie sich jedes Ratsmitglied in die Arbeit für die Ortsgemeinde einbringen sollte.

Hier für alle Interessierten ein Überblick über die Themenvielfalt der Veranstaltung:

Themen des Seminars Ratsarbeit:

    1. Wesen und Aufgaben der Gemeinden 

    2. Gemeinderat und Bürgermeister (wer macht was?) 

    3. Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde (wer macht was?) 

    4. Rechte und Pflichten der Ratsmitglieder 

    5. Fraktionen 

    6. Ausschüsse 

Themen des Seminars Gemeinderatssitzungen:

    1. Vorbereitung und Einberufung (§§ 34 und 47) 

    2. Öffentliche oder nicht öffentliche Sitzung (§ 35) 

    3. Beschlussfähigkeit (§ 39) 

    4. Abstimmungen, Wahlen (§ 40) 

    5. Mitwirkungsverbot (§ 22) 

    6. Ordnungsbefugnisse und Hausrecht des Vorsitzenden (§§ 36 und 38)

Themen des Seminars Gemeindehaushalt:

    1. Grundlagen der kommunalen Hauswirtschaft

    2. Bestandteile und Anlage des Haushaltsplans

    3. Vollzug des Haushaltsplans & Jahresabschluss

    4. Woher bekommt die Gemeinde ihr Geld

    5. Der kommunale Finanzausgleich Rheinland-Pfalz

Das ist sicherlich noch nicht ALLES. Es gibt noch viel zu lernen.

Günther Perlick, Ortsbürgermeister