Helfen statt Hamstern

Update: Die Coronavirus-Krise betrifft uns alle, auch hier in Welschneudorf. Es geht im Augenblick in erster Linie darum, eine schnelle Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden, um das öffentliche Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Dadurch sollen insbesondere gefährdete Personengruppen wie etwa ältere Mitbürger besonders geschützt werden. Das Robert-Koch-Institut nennt als besonders gefährdete Menschen:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen),
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
    • Patienten mit einer Krebserkrankung,
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Alle Bürger sind nicht nur aufgerufen, sich selbst durch Vermeidung sozialer Kontakte zu schützen. Vielmehr geht es auch darum, besonders gefährdeten Personen, vor allem älteren Mitbürgern, bei der Bewältigung ihres Alltags während dieser Krisenzeiten zu helfen. Dazu zählt auch, die Versorgung der Betroffenen etwa mit Lebensmitteln aufrecht zu erhalten.

Wie dringend die Einhaltung von Quarantäne-Vorschriften und Kontakteinschränkungen sind, haben Forscherteams in eigenen Untersuchungen ermittelt. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite „wissenschaft.de“.

Unter dem Motto „Helfen statt Hamstern“ bittet „Wir in Welschneudorf“ (WiW) deshalb alle Welschneudorfer Bürger, insbesondere junge Menschen, um Mithilfe. Wer älteren Mitbürgern helfen möchte, der kann sich auf unserer Download-Seite (siehe auch oben in der Navigationsleiste) ein entsprechendes Meldeformular herunterladen. Bitte das Formular ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und entweder bei der Gemeindeverwaltung im Rathaus (Arzbacher Straße) oder bei Herbert A. Eberth, Birkenweg 8, Welschneudorf, in den Briefkasten werfen oder abgeben. Sie können das Formular auch gerne per Mail schicken an kontakt(at)wir-in-welschneudorf.info.

Interessierte Bürger können sich auch ab sofort unter der speziell dafür eingerichteten Telefonnummer 0 26 08 – 94 38 13 0 melden. Personen, die Hilfe in Anspruch nehmen möchten, können sich ebenfalls unter dieser Telefonnummer melden. WiW wird die Hilfegesuche dann an die jeweiligen Helferinnen und Helfer weiterleiten.

Es können sich nur Personen melden, die selbst zu keiner Risikogruppe gehören. Wer außerdem bei sich selbst Symptome wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen feststellt, sollte sich lieber nicht in der Nachbarschaftshilfe engagieren und auch sonstige soziale Kontakte vermeiden. Das gleiche gilt, wenn Familienangehörige erkrankt sind. Ein Infektionsrisiko geht auch von Personen aus, die in den vergangenen 7 bis 14 Tagen größere Veranstaltungen besucht haben oder in einem Risikogebiet waren.

Hier ein paar Hinweise für Hilfsbereite:

  • Um ganz sicher zu gehen, dass sich niemand ansteckt, solltest du  Einkäufe nur mit gewaschenen oder desinfizierten Händen einpacken und dir auch nach dem Einkauf die Hände waschen;
  • Aus dem selben Grund ist es sinnvoll, die Einkäufe vor die Tür zu stellen, wenn nicht sicher ist, ob du bereits mit dem Virus infiziert bist;
  • Wenn die Person, die du unterstützt, gern noch ein wenig plaudern möchte, achte hier ganz besonders auf Abstand und Hygiene, auch wenn du sicher bist, dass du gesund bist (Mindestabstand: 2 Meter)
  • Wenn die abgestellten Einkäufe von der bedürftigen Person nicht reingeholt werden, solltest du telefonisch nachhaken, um sicherzugehen, dass sie sich nicht doch irgendwo angesteckt hat oder ob es ihr anderweitig schlecht geht.

Weitere detaillierte Informationen für Menschen, die gerne helfen möchten, gibt es hier sowie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Derzeit ist die Gründung einer Nachbarschaftshilfe in Welschneudorf in Vorbereitung. Zeitnah soll dazu ein Fragebogen an die Welschneudorfer Haushalte verteilt werden. Auf Wir in Welschneudorf können Sie den Fragebogen samt Anschreiben schon jetzt hier oder auf der Download-Seite herunterladen (bitte ausdrucken, ausfüllen und bei den genannten Stellen abgeben).

Weitere Informationen zum Thema Coronavirus gibt es hier:

Wer vermutet, dass er sich aufgrund bestimmter Symptome mit dem Coronavirus infiziert haben könnte, sollte sich bei der vom Land Rheinland-Pfalz eingerichteten Telefon-Hotline 0800-99 00 40 0 melden. Die Behörden weisen darauf hin, dass diese Hotline kontaktiert werden muss, bevor eine der in Rheinland-Pfalz eingerichteten Fieberambulanzen aufgesucht werden kann. Auf gar keinen Fall sollten Betroffene den Notruf 112 anwählen.

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